Biodiversität

Die Vielfalt der Natur ist lebenswichtig für uns Menschen. Neben der Förderung der Bio-Landwirtschaft unterstützen wir deshalb mit dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit mehr als 30 Projekte, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Ohne Artenvielfalt kein Leben

Bio-Bauern haben im Rahmen Beratungsprojektes von Coop ihr Wissen an Berufskollegen weiter gegeben.

In der sogenannten Biodiversitätskonvention hat die UNO 1992 ein Übereinkommen über die biologische Vielfalt verabschiedet, welche im Wesentlichen folgende drei Ziele verfolgt:

  • Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt
  • Gerechter Vorteilsausgleich (Schadenersatz) aus der Nutzung der biologischen Vielfalt

Wir engagieren uns dafür, indem wir aktiv die Bio-Landwirtschaft fördern. Wissenschaftliche Studien des FiBL belegen, dass der biologische Landbau die Artenvielfalt fördert – vor allem durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, die grössere Abwechslung in der Fruchtfolge und mehr ökologische Ausgleichsflächen.

Neben der Förderung der Bio-Landwirtschaft unterstützen wir mit dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit mehr als 30 Projekte, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Fondsprojekte zur Förderung von Biodiversität

  • FiBL-Forschungsprojekte
    Grundlagenforschung zum klimaneutralen Acker- und Gemüsebau und zur kraftfutterminimierten Rinderfütterung.
  • Bio-Landwirtschaft in den Tropen
    Vergleichsuntersuchung zum Beitrag des biologischen Landbaus in den Tropen zur Ernährungssicherheit, Armutsbekämpfung und Erhaltung der Ökosysteme durch FiBL, DEZA, Biovision und LED.
  • ProSpecieRara
    Förderung von vom Aussterben bedrohten Sorten und Rassen durch die Aufnahme in das Sortiment und die Unterstützung der ProSpecieRara-Sortengärten, -Obstgärten und -Archehöfen.
  • Hochstamm-Obstgärten
    Erhaltung und Förderung der gefährdeten Hochstamm-Obstgärten als traditioneller Kulturlandschaft durch den Aufbau von Hochstamm-Suisse-Produkten und die Förderung der Kommunikation.
  • Unser Engagement für Bienen

    Honig- und Wildbienen wie Hummeln, Mauerbienen, Blattbienen oder Sandbienen sind unersetzlich.

    Bienen bedeuten Leben. Sie bestäuben rund 80 Prozent unserer Nutzpflanzen und leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Seit geraumer Zeit sterben jedoch weltweit Bienenvölker aus. Die Ursachen dafür sind zahlreich: Intensive Landwirtschaft und Varroamilben sind nur zwei davon. Wir engagieren uns tatkräftig für den Schutz der Bienen.

    Bienen lieben vielfältige Lebensräume

    Bienen geniessen Blumen ohne Pestizide.

    Die fleissigen Bestäuber haben es nicht leicht: Fehlendes Nahrungsangebot lässt sie hungern, Pestizide schwächen sie, Krankheiten setzen ihnen zu und fehlende Nistplätze machen sie obdachlos. Bienen lieben Lebensräume mit reicher Biodiversität. Wir fördern deshalb aktiv den Bio-Landbau. Die schonende Bewirtschaftungsweise ohne Pestizide fördert wildlebende Pflanzen und Tiere. So gibt es in Biofeldern beispielsweise drei- bis viermal mehr Bienenarten und siebenmal mehr Bienen.

    Auslistung von bienengefährlichen Pestiziden

    Dank der Bestäubung durch die Bienen wachsen neue Pflanzen aus den Blüten.

    Greenpeace hat in ihrem Bericht «Bye Bye Biene» sieben chemische Wirkstoffe identifiziert, die Bienen besonders grossen Schaden zufügen. 2015 haben wir darum insgesamt 19 Produkte aus den Verkaufsregalen unserer Supermärkte, Coop-City-Warenhäuser und aus dem Bau+Hobby verbannt, die diese besonders bienengefährdenden Chemikalien enthielten. Damit haben wir eine Vorreiterrolle in der Schweiz eingenommen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bienen.

    80 000 Kilometer für 1 Kilo Honig

    Wir engagieren uns aktiv für den Schutz der Lebensräume der Bienenzucht und in den Projekten junger Bienenzüchter.

    Seit 2013 bieten wir den ersten Schweizer Bio-Blütenhonig an, der mit der Knospe von Bio Suisse ausgezeichnet ist. Rund 80 000 Kilometer fliegen Bienen, um nur ein Kilogramm Honig herzustellen. Für unseren Schweizer Bio-Blütenhonig tun sie dies in mässig genutzten Gebieten, die ausreichend entfernt von Industriezonen, Autobahnen oder anderen möglichen Verschmutzungsquellen liegen. Die Bienenstöcke sind aus natürlichen Materialien gefertigt, welche die Umwelt und den Honig nicht schädigen. Ausserdem werden die Bienen nicht präventiv mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln behandelt. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird jährlich durch unabhängige Kontrollinstanzen geprüft.

    Weiterführende Informationen zum Thema Bienen

    Weniger Pestizide im Früchte- und Gemüseanbau

    Auch im Anbau von konventionellen Früchten und konventionellem Gemüse setzen wir uns aktiv dafür ein, dass weniger Pestizide verwendet werden. So unterstützen wir beispielsweise Traubenproduzenten aus Apulien und Sizilien mit Workshops und einer langfristigen Beratung dabei, eine biologische Schädlingsbekämpfung umzusetzen und dadurch den Einsatz von Pestiziden schrittweise zu minimieren.

    Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Biodiversität im Umfeld der Traubenplantagen. Zudem fördern verschiedene Projekte des Coop Fonds für Nachhaltigkeit Anbaumethoden mit weniger Pestiziden, zum Beispiel beim Anbau von Weisskohl in der Schweiz oder auch in der Rosenproduktion in Kenia.