Tat Nr. 35
Wir engagieren uns gegen das Kükentöten

Seit 2014 setzen wir uns aktiv für Chancengleichheit für Küken ein. Das bedeutet, dass alle Küken – unabhängig vom Geschlecht – eine Chance auf Aufzucht und sinnvolle Nutzung erhalten.

Coop fordert die Gleichberechtigung ihrer Hühner.

Wir engagieren uns dafür, dass männliche Küken nicht aussortiert werden, sondern genauso wie weibliche Tiere in den Kreislauf von Eier- und Fleischproduktion integriert. Damit übernehmen wir Verantwortung für das Tierwohl und setzen uns für eine nachhaltigere und ganzheitliche Geflügelhaltung ein. 

Mit unseren Bio-Eiern stellen wir sicher, dass auch die Brüder der Legehennen aufgezogen werden. Früher war es selbstverständlich, dass sowohl Eier als auch das Fleisch vom selben Huhn stammen. Aufgrund steigender Nachfrage nach Eiern und Fleisch werden in der modernen Zucht heute fast ausschliesslich Hühner gehalten, die entweder viele Eier legen oder gut Fleisch ansetzen. Die Aufzucht männlicher Küken aus Legehennenrassen ist daher wirtschaftlich nicht rentabel und führt oft dazu, dass diese unmittelbar nach dem Schlupf getötet werden. 

Bio Suisse hat 2023 in ihren Richtlinien festgelegt, dass ab 2026 keine männlichen Küken mehr getötet werden dürfen. Dieses Ziel haben wir erreicht und verkaufen heute nur noch Bio-Eier von Hennen, deren Brüder ebenfalls aufgezogen werden. Bereits im Sommer 2023 haben wir die ersten Bio-Charcuterie-Produkte aus Bruderhähnen in unsere Supermärkte gebracht. Bei den Bio-Wienerli wird dieses Fleisch mit dem von Legehennen ergänzt, um eine Ganztierverwertung sicherzustellen.

Unser Fortschritt

Zweinutzungshuhn

Zweinutzungshuhn

Wir haben bereits 2014 das Projekt Zweinutzungshuhn gestartet und damit einen wichtigen Schritt für mehr Chancengleichheit für Küken gemacht. Beim Zweinutzungshuhn handelt es sich um eine Rasse, deren Hennen genügend Eier legen und deren Hähne genügend Fleisch ansetzen – somit gehen wir zurück zum Ursprung und weg von Hochleistungsrassen. Das Zweinutzungshuhn legt etwas weniger und kleinere Eier als eine typische Legehenne. Die Produzentinnen und Produzenten betreuen die Tiere genauso hingebungsvoll und mit vergleichbarem Aufwand, daher sind die Eier vom Zweinutzungshuhn im Vergleich etwas teurer. Für das einzigartige Projekt «Zweinutzungshuhn» wurden wir kurz nach dessen Lancierung mit dem «Best Retailer Innovation Award» ausgezeichnet. Die Bio Naturaplan-Eier und das Bio Naturaplan-Fleisch sind für Kundinnen und Kunden am Zweinutzungshuhn-Label erkennbar.

Bruderhahn

Nebst dem Zweinutzungshuhn setzen wir auch auf die Aufzucht von sogenannten Bruderhähnen. Dabei handelt es sich um die männlichen Küken von Legerassen, also Rassen, die sich besser für die Eierproduktion als für die Mast eignen.

Logo Hahn im Glück

Das Fleisch der Bruderhähne wird zu Bio-Charcuterie und Bio-Wienerli verarbeitet oder als ganzes Demeter-Poulet in unseren Supermärkten verkauft. Wir bieten «Hahn im Glück»-Demeter-Eier und -Fleisch sowie Produkte aus dem Naturaplan-Programm mit entsprechender Kennzeichnung an.

  • Wir sind ständig auf der Suche nach Innovationen im Bereich Tierwohl.
    Foto: Peter Mosimann

Unsere neusten Taten

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