Transport

Ein wichtiger Teil des CO2-Ausstosses entsteht beim Warentransport. Mit alternativen Treibstoffen wie Wasserstoff oder Biodiesel und dem Bahn-Transport verringern wir die Klimabelastung. Einen Teil der CO2-Emissionen reduzieren wir durch hochwertige Kompensationsprojekte.

Immer mehr Schiene als Strasse

Beim Jahrhundertprojekt Gottardo 2016 sind wir Hauptpartnerin der Kommunikationskampagne.

Unser weitreichendes Verkaufsstellennetz erfordert eine Feinverteilung per Lastwagen, doch bereits bei mehr als zwei Dritteln der Warentransporte zwischen unseren nationalen und regionalen Verteilzentralen setzen wir auf die Bahn.

Durch das Konzept des unbegleiteten kombinierten Verkehrs (UKV) verlagern wir seit 2011 unsere Warentransporte verstärkt auf die Schiene. Dabei werden die Waren in Wechselbehältern zum nächsten Railport transportiert und auf Zugkompositionen umgeladen. Vom Ziel-Railport werden die Warencontainer via Strasse in die Verkaufsstellen befördert. Diese Transportart ist auch für kürzere Strecken bis rund 90 Kilometer möglich. Bei unserem Projekt City-Cargo-Genf werden die Waren beispielsweise von der Verteilzentrale in Aclens direkt in das Zentrum von Genf transportiert.

Dies hat einen positiven Effekt auf das Klima, und die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen kann reduziert werden. Auch Grundnahrungsmittel und Wein aus Italien werden seit 2014 mit railCare im UKV von Chiasso in unsere Verteilzentralen transportiert. Dank der umweltfreundlichen Kombination von Schiene und Strasse können wir pro Jahr rund 3 000 Wechselbehälter mehr transportieren.

Biodiesel und Biogas als Treibstoff

Damit wir auch beim Warentransport per Lastwagen den verursachten CO2-Ausstoss reduzieren können, setzen wir zunehmend Treibstoff aus biogenen Abfällen ein. Unsere Tankstellen in den Vertriebszentralen haben wir bereits umgerüstet. Dort betanken die Chauffeure ihre Camions mit bis zu 20 Prozent Biodiesel, der aus organischen Abfällen wie Altspeiseöl produziert wird. Unseren neuen Lastwagen entsprechen alle der Abgasnorm Euro 6 und können zu 100 Prozent mit Biodiesel betankt werden. Unsere LKWs fahren so im Durchschnitt bereits mit 40 Prozent Biodiesel (Stand 2018).

Transport per Elektro-Lastwagen

Der erste 18-Tonnen-Elektro-Lastwagen der Schweiz beliefert im Grossraum Zürich unsere Supermärkte energieeffizient, leise und CO2-frei. Der Elektro-Lastwagen wird mit Strom aus Wasserkraft ab dem Netz und mit Solarstrom aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fahrzeugs betrieben. Mit einer Kilowattstunde Strom pro Kilometer benötigt er nur rund ein Drittel so viel Energie wie ein herkömmlicher Diesel-Lastwagen. Weil uns das Projekt überzeugt hat, haben wir im 2016 sechs weitere E-LKWs in Betrieb genommen.

Förderung von Wasserstoff-Mobilität

Coop betreibt seit November 2016 die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Schweiz.

Seit November 2016 betreiben wir die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Schweiz in Hunzenschwil (AG). Der nachhaltige Wasserstoff für die Tankstelle der Coop Mineraloel AG in Hunzenschwil wird am Laufwasserkraftwerk der Eniwa AG in Aarau aus Überschussstrom hergestellt, also Strom, der sonst nicht genutzt werden würde. Die Herkunft des Wasserstoffs ist das entscheidende Kriterium, ob Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb wirklich umweltfreundlich sind. Der Wasserstoff muss aus erneuerbaren Energiequellen stammen, um einen echten Umwelt-Vorteil gegenüber anderen Energieträgern zu haben.

Ökobilanz verschiedener Energieträger.
© Treeze Ltd. 2016

Dies zeigt auch eine unabhängige Ökobilanz der Firma Treeze (vgl. Grafik).

Mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge stossen kein CO2, keine Stick- und Schwefeloxyde und keine Russpartikel aus. Nach dem Antrieb entweicht Wasserdampf, der als Niederschlag zu Boden fällt und somit im Wasserkreislauf bleibt Um der Wasserstoffmobilität auf globaler Ebene zum Durchbruch zu verhelfen, haben wir die Gründung des Fördervereins "H2 Mobilität Schweiz" vorangetrieben. Dieser verfolgt das Ziel, in der Schweiz ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen aufzubauen.

© Mischa Christen

Vor vier Jahren nahmen wir zwölf wasserstoffbetriebene Geschäftsautos und einen ersten H2-LKW in Betrieb. Noch heute sind die zwölf Geschäftsautos für Coop auf der Strasse unterwegs. Mit dem weltweit ersten H2-Serien-Lastwagen von Hyundai, den wir im Oktober 2020 in Betrieb genommen haben, setzen wir weiterhin auf Wasserstoff-LKWs. Bis Ende 2020 erweitern sieben Fahrzeuge dieses Modells unsere Flotte und transportieren Waren für Coop. Mit einer einzigen Tankladung kann der H2-LKW etwa 400 km zurücklegen. So sparen wir pro Wasserstoff-LKW rund 80 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Reduktion von Flugtransporten

Neben den Warentransporten innerhalb der Schweiz belastet auch der Flugtransport von Waren aus Übersee das Klima. Unsere internen Richtlinien besagen, dass nur per Flugzeug transportiert werden darf, wenn dies aus Qualitätsgründen oder aufgrund grosser Zeitknappheit nicht anders möglich ist. Waren, die eingeflogen werden, deklarieren wir mit einem By-Air-Kleber. Dank schnellerer Logistikprozesse und moderner Kühltechniken ist es möglich, immer mehr Waren aus Übersee per Schiff zu transportieren.

Umfassendes Konzept zur CO2-Kompensation

Für unser Blumensortiment kaufen wir Rosen aus dem Gebiet des Lake Naivasha in Kenia und wollen deshalb den dort arbeitenden Familien helfen.

Seit 2007 kompensieren wir jede Flugmeile von unseren Warentransporten und auch unsere gesamten Geschäftsreisen. Ebenso kompensieren wir die CO2-Emissionen der Lieferungen unseres Onlineshops coop.ch. Hierfür erarbeiten wir im Umfeld unserer Wertschöpfungsketten gemeinsam mit dem WWF Projekte nach dem Gold Standard, dem strengsten existierenden Standard für Klimaschutzprojekte. Diese müssen neben dem Klimaschutz auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Der Coop Fonds für Nachhaltigkeit finanziert sorgfältig ausgewählte Kompensationsprojekte mit jährlich rund 2 Millionen Franken.

Mit dem Bau von Biogasanlagen in einem unserer Reisanbaugebiete in Indien können beispielsweise die CO2-Emissionen um rund 5 Tonnen pro Anlage und Jahr reduziert werden. Ebenfalls zur CO2-Reduktion beigetragen hat die Bereitstellung von effizienten Kochöfen in unserem Rosenanbaugebiet in Kenia (Tat Nr. 256). Dank den Öfen braucht die Bevölkerung weniger Brennholz zu sammeln und zu verbrennen. Auf diese Weise kann der Brennholzverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Die Verringerung von schädlichem Rauch in den Innenräumen wirkt sich zudem positiv auf die Gesundheit der Bewohner aus.

Ein ähnliches Projekt haben wir in der südchinesischen Provinz Sichuan entwickelt und gemeinsam mit dem WWF Kochöfen eingeführt, die den Holzverbrauch um die Hälfte reduzieren (Tat Nr. 84). Dadurch retten wir pro Jahr 224 Hektar Waldfläche, die so dem Grossen Panda erhalten bleiben. Ebenso wird die Umwelt weniger belastet und der CO2-Ausstoss verringert.

Unsere neuesten Taten zum Thema Transport

Entdecken Sie unsere neuesten Taten für mehr Nachhaltigkeit. Es kommen laufend neue Taten dazu!

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