Fairtrade – Eine Frage des Respekts

Zu unseren Lieferanten pflegen wir ein partnerschaftliches Verhältnis, denn Fairness, Respekt und Transparenz sind Voraussetzungen für gemeinsamen Erfolg und nachhaltiges Wachstum. Fairness steht deshalb für uns im Fokus: beim Anbau von Rohstoffen, bei der Verarbeitung sowie beim Handel.

Soziale Mindeststandards für das gesamte Sortiment

Für unsere Eigenmarken gelten besonders strenge Richtlinien. Aber auch bei konventionell hergestellten Waren fordern wir, dass soziale Mindeststandards eingehalten werden. So müssen unsere Geschäftspartner und ihre vorgelagerten Stufen die länderspezifischen rechtlichen Bestimmungen sowie die relevanten Konventionen und Leitsätze der Vereinten Nationen (UN), der OECD und der Internationalen Labour Organisation (ILO) einhalten. In Risikoländern fordern wir zudem die Umsetzung des Code of Conduct der Business Social Compliance Initiative (BSCI) oder adäquater Sozialstandards. Dies ist in der Richtlinie Nachhaltige Beschaffung festgehalten.

Fairtrade Max Havelaar

Dank des Fairtrade-Beschaffungsprogramms von Coop können Bauern nun jährlich mehr als 300 Tonnen zusätzlichen Kakao zu Fairtrade-Konditionen verkaufen.

Wir sind hierzulande die grösste Anbieterin von Produkten mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar und haben weltweit das grösste Sortiment an fair gehandelten Produkten. Jedes zweite Fairtrade-Produkt in der Schweiz geht heute bei uns über den Ladentisch, und wir stellen weiterhin ganze Sortimente mit Rohstoffen aus dem Süden auf fairen Handel um. 

Unterstützung von Produzenten im Süden

Seit 1992 arbeiten wir eng mit Max Havelaar zusammen, um das Fairtrade-Sortiment auszubauen. Fairtrade verbessert und stabilisiert massgeblich das Einkommen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Arbeiterinnen und Arbeitern. Mit der Fairtrade-Prämie können sie zudem zukunftsgerichtete Investitionen tätigen.

Wir sind vom fairen Handel überzeugt und haben uns das Ziel gesetzt, alle in Eigenmarken-Produkten eingesetzten Rohstoffe aus Entwicklungs- und Schwellenländern auf Fairtrade umzustellen. Dies erreichen wir über die Umstellung ganzer Sortimente wie beispielsweise Fruchtsäfte, asiatische Reissorten oder Tafelschokoladen auf Fairtrade Max Havelaar. Als erstes Schweizer Unternehmen führen wir seit Mitte 2018 schrittweise das neue Zutaten-Label ein. Mit dem neuen Label ist es möglich, auch fair angebaute und gehandelte Einzelzutaten als Fairtrade-zertifiziert auszuweisen.

Coop hat als erste Detailhändlerin der Schweiz ein Fair-Trade-Kakaoprogramm eingeführt.

Über 4,6 Millionen US-Dollar Fairtrade-Prämie

Vom Verkauf der Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar profitieren fast 1,6 Millionen Menschen. Die kumulierte Fairtrade-Prämie wächst stetig und beträgt unterdessen bereits über 4,6 Millionen US-Dollar pro Jahr. Seit 1992 hat Coop somit insgesamt 44,9 Millionen US-Dollar an Faitrade-Prämien entrichtet.

Der Ansatz von Fairtrade Max Havelaar, den wir seit über 25 Jahren unterstützen, baut unter anderem auf diesen vier Elementen auf:

  • Selbstbestimmung und Übernehmen von Verantwortung: Durch Mitbestimmung in demokratisch organisierten Kooperativen und Arbeitergremien. 
  • Höhere und stabilere Einkommen: Dies unter anderem dank dem Mindestpreis. 
  • Investitionen in die Zukunft dank der Fairtrade-Prämie: Sie ermöglicht den Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeitern beispielsweise, in den Auf- und Ausbau lokaler Infrastrukturen, in Sicherheits- oder Gesundheitsprojekte, in Ausbildung und Trainings sowie in Qualitätsverbesserungen zu investieren.
  • Langfristige Handelsbeziehungen: Solide und vertrauensvolle Partnerschaften gewährleisten den Bäuerinnen und Bauern Sicherheit auf einen langfristigen und stabilen Absatz ihrer Waren.

Auch wir ziehen einen grossen Nutzen aus diesen langfristigen Handelsbeziehungen, denn so können Qualitätsverbesserungen effizienter und dauerhafter realisiert werden. 

Pro Montagna

Coop unterstützt zusammen mit Pro Montagna einheimische Berggebiete.

Mit unserer Eigenmarke für Bergprodukte unterstützen wir eine zukunftsfähige Bergwirtschaft in der Schweiz. Die Rohstoffe müssen aus den Berggebieten stammen und auch dort verarbeitet werden. Dies sichert Arbeitsplätze und führt zu langfristigen Perspektiven. Aus dem Erlös jedes Pro-Montagna-Produkts geht zudem ein Beitrag an die Coop Patenschaft für Berggebiete und kommt so der Entwicklung der Bergregionen zugute.

Naturaline – Faire Textilien und Kosmetik

Coop lässt Naturaline-Textilien ausschliesslich aus Bio-Baumwolle herstellen.

Unsere Eigenmarke Naturaline ist seit über 20 Jahren ein Paradebeispiel für die sozialverträgliche und umweltschonende Produktion von Textilien. Die Bio-Baumwolle stammt ausschliesslich von den bioRe-Projekten in Indien und Tansania. Jede Stufe der Verarbeitung, vom Anbau der Bio-Baumwolle bis zum fertigen Kleidungsstück, erfüllt strenge ökologische und soziale Anforderungen. Sämtliche Partnerbetriebe in der Naturaline-Produktionskette durchlaufen ein Naturaline-Audit und sind entweder nach SA8000 zertifiziert oder in den BSCI-Prozess integriert. Damit verfolgen wir unser Ziel, dass sich unsere langfristigen Partner in der Prozesskette fortwährend entwickeln und verbessern.

Naturaline Swiss Cosmetics pflegt die Haut auf sanfte und natürliche Weise. Diese Kosmetiklinie bietet eine natürliche Alternative auf Basis von pflanzlichen Inhaltsstoffen. Die Naturkosmetik ist zertifiziert mit dem Gütesiegel von Ecocert. Zusammen mit Fachleuten aus der Kosmetikbranche, Verbrauchern und führenden Industrievertretern hat die Organisation im Jahr 2002 einen Standard für Natur- und Biokosmetik entwickelt. Alle Naturaline Swiss Cosmetics Produkte unterliegen diesem Standard. Zu den wichtigsten Grundsätzen der Zertifizierung gehören nachhaltige Inhaltsstoffe, die in umweltschonenden Verfahren produziert werden. Mindestens 95 % aller Inhaltsstoffe müssen natürlichen Ursprungs sein.