Tat Nr. 429
Das Projekt «FArBe» stärkt die Biodiversität im Rebberg

Gemeinsam mit Weinproduzent:innen und Fachpartner:innen fördert Coop in der Westschweiz artenreiche Begrünungen und neue Lebensräume in Rebbergen. So entstehen naturnähere Anbauflächen, die der Biodiversität zugutekommen und den Weinbau nachhaltiger machen.

Wo Reben wachsen, kann auch die Natur profitieren: Rebberge bieten grosses Potenzial als Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Doch in vielen Weinbaugebieten fehlen heute strukturreiche Flächen, und die Begrünung zwischen den Rebzeilen ist oft zu einseitig. Genau hier setzt Coop mit dem Projekt FArBe (kurz für «Für Artenreiche Begrünte Rebberge») an.
FArBe ist Teil der regionalen Pro-Natura-Initiative «Lièvre & Cie», die in den Kantonen Waadt, Wallis und Genf die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen und insbesondere in Weinbaugebieten fördert.

Gemeinsam mit Pro Natura Vaud, Weinproduzent:innen und Fachpartner:innen fördert Coop in den Kantonen Waadt und Genf eine naturnahe Aufwertung von Rebbergen. Ziel ist es, die Artenvielfalt auf ausgewählten Rebflächen gezielt zu erhöhen und zusätzliche Lebensräume in der Kulturlandschaft zu schaffen. 

Im Zentrum steht eine speziell entwickelte Begrünung für Rebberge. Statt artenarmer Standardmischungen werden Saatmischungen eingesetzt, die eine vielfältigere, standortgerechte Vegetation begünstigen. So können sich zwischen den Reben mehr typische Pflanzenarten entwickeln. Das verbessert die ökologische Qualität der Flächen und schafft bessere Voraussetzungen für Insekten und andere Tiere. 

Ergänzt wird die Begrünung durch weitere Massnahmen im und rund um den Rebberg: etwa durch Hecken, Steinstrukturen oder andere Kleinlebensräume. Sie bieten Schutz, Nahrung und Rückzugsorte für verschiedene Tierarten und vernetzen bestehende Lebensräume besser miteinander. Davon profitieren unter anderem Insekten, Heuschrecken, Schmetterlinge, Reptilien und Vögel. 
Die ersten Ergebnisse zeigen, dass dieser Ansatz wirkt. Auf mehreren Projektflächen konnte bereits eine deutlich vielfältigere Pflanzenwelt festgestellt werden als auf Vergleichsflächen. Wo Begrünung, Pflege und Standort gut zusammenspielen, entstehen wertvolle, naturnahe Rebflächen mit echtem ökologischem Mehrwert. 

Das Projekt zeigt auch: Biodiversität und Landwirtschaft lassen sich zusammen denken. Eine vielfältige Begrünung kann helfen, Rebberge ökologisch aufzuwerten und sie langfristig widerstandsfähiger zu machen. Gleichzeitig sammeln die Projektpartner:innen wertvolle Erfahrungen, die auch für weitere Weinbaubetriebe genutzt werden können.Für uns als Coop ist FArBe ein konkreter Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in der Schweiz. Das Projekt stärkt die Biodiversität direkt dort, wo landwirtschaftliche Rohstoffe entstehen – gemeinsam mit Produzent:innen, die Verantwortung für Natur und Landschaft übernehmen. So machen wir einen weiteren Schritt hin zu einer Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel hervorbringt und gleichzeitig natürliche Lebensräume fördert.

Unsere neusten Taten

Es ist ein Fehler aufgetreten!
Die Daten konnten nicht abgerufen werden, bitte laden Sie die Seite erneut.